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Interview:
Patrick Großmann
Fotos: Achim Friedrich
Harald
Braem: „Wer Grau trägt, ist unberechenbar."
03.07.2006,
Bettendorf. Farbpsychologe Harald Braem hat sich im ‚Blauen Land’
zwischen Mosel und Rhein sein eigenes kleines Paradies geschaffen.
Bei Kaffee, Kuchen und zahllosen Zigaretten erläutert der
passionierte Ausgräber und Ex-Werber, der uns unter anderem die
lila Milka-Kuh beschert hat, was die Farben unserer Kleidung über
den Träger aussagen.
Herr
Braem, wir sitzen hier in Ihrem nach eigenen Forschungsergebnissen
farblich gestalteten Wohnzimmer. Würden Sie mir bitte erläutern,
warum es hier aussieht wie es aussieht?
Harald
Braem: Das Ganze lebt farblich und formal von seinem mediterranen
Flair. Sowohl das mediterrane Klima als auch das entsprechende
Ambiente tun uns gut. Das weiß sogar Karl Ratzinger, der seine
Papstwohnung nach diesen Gesichtspunkten gestalten ließ. (lacht)
Sie haben hier ein gelbliches Orange, ein gebrochenes, abgetöntes
Weiß und schließlich ein Rotbraun, das spontan an den Ayers Rock
in Australien erinnert. Wichtig ist, dass trotz aller Vielfalt die
Farbharmonie erhalten bleibt, wir also keinen allzu großen
Kontrasten ausgesetzt sind innerhalb eines Raumes.
Fühlt
man sich denn tatsächlich unterschiedlich – je nachdem, ob man
nun vor der braunen oder der gelblichen Wand steht?
Aber
selbstverständlich. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich kenne einen
Winzer hier im Rheingau, bei dessen Weinproben die Leute meist
erst einmal entsetzt reagieren, denn der Raum ist komplett weiß
gekalkt. Es gibt weder Essen, noch andere Ablenkung. Jeder bekommt
ein Glas Riesling in die Hand und nippt. Nach der ersten Probe
schaltet der Winzer ein Simulationsfeld an und verändert die
Stimmung des gesamten Raumes in den Rot-Bereich hinein – und
plötzlich schmeckt auch der Wein völlig anders. Fruchtiger, fast
wie ein Rosé. Danach, bei Blau, erinnert er hingegen an einen
trockenen Kerner, und die Teilnehmer fangen an zu verzweifeln.
Alles ist Licht: Wir essen Licht, wir leben vom Licht, und haben
wir zuwenig Licht, bekommen wir Depressionen. Verändern Sie es,
wechseln davon abhängig Stimmung, Wohlbefinden und eben sogar Ihr
Geschmackssinn. Nicht ohne Grund setzen die Anthroposophen
gestresste, aggressive Zeitgenossen eine Stunde in einen blauen
Raum – und antriebslose in einen roten. Schon die alten Ägypter
wussten, dass man Menschen, die unter Appetitlosigkeit leiden,
einer gelben Umgebung aussetzen sollte.
Und?
Fühlen Sie sich bestätigt durch Ihre eigene Stimmung, seit Sie
Ihr Wohnzimmer umgestaltet haben?
Oh ja!
Mein Befinden ist grundlegend verändert, viel positiver, und das
meiner Besucher ebenfalls. Viele fangen unwillkürlich zu lächeln
an, wenn sie hier herein kommen.
Neben
dem Wohnraum, mit dem der Mensch sich umgibt, ist das
wahrscheinlich interessanteste Feld, was er trägt. Wählen wir
morgens am Kleiderschrank intuitiv die für unsere jeweilige
Gemütslage adäquate Farbkombination?
Schön
wär’s, aber dazu müsste man zunächst einmal wach genug sein.
Jede Farbe, die wir tragen, sendet Signale in die Welt. Sagen wir,
eine Frau zieht sich schwarz und rot an – das so genannte
Tango-Syndrom. Beide Farben gelten als enorm auffallend und
zwingend, beide haben eine erotische Komponente. Da sagt der
Psychologe: Diese Frau will es sexuell wissen. Und tatsächlich
merken das die Männer. Die sind bei soviel sexueller Aggression
sogar eher erschrocken. (lacht) Ein roter Boxhandschuh tut mehr
weh als ein blauer, ein roter Traktor hat immer mehr Kraft. Und
ein rotes Auto fährt eben immer 20 Kilometer schneller. Egal was
der Tacho anzeigt.
Woher
kommen das sprichwörtliche „rote Tuch" oder die Wendung
„er sah rot"?
Die
erste Farbe, die der Mensch archetypisch wahrgenommen hat neben
hell und dunkel, und zwar quer durch sämtliche Kulturkreise und
Religionen, ist in der Tat Rot gewesen. Rot wie das Feuer, das
einem gefährlich werden konnte – und rot wie unser Blut. Rot
ist schnell und springt automatisch ins Auge. Auch im Supermarkt
ist das Neue stets rot. Immer.
Warum
putzt andererseits„grün und blau die Sau", wie der
Volksmund weiß?
(lacht)
Das wiederum hat seinen Ursprung darin, dass innerhalb der
keltisch-germanischen Mischbevölkerung, die wir hier in
Deutschland haben, früher die einfache Landbevölkerung
vornehmlich in diese zwei Naturfarben gekleidet war. Meist in Form
von Schottenröcken. Der bürgerliche Städter oder der Adel
konnte sich eine größere Vielfalt und mehr Eleganz leisten. Am
Kontrast oder daran, dass die Kombination besonders hässlich
wäre, liegt es jedenfalls nicht.
Reden
wir über ein paar andere Grundsignale. Was ist mit Gelb?
Gelb
polarisiert. Der eine Teil der Menschheit lächelt und sagt: „Ah,
toll! Die Sonne geht auf!" Der Rest empfindet es als zu
grell, zu laut. Anderes ist erheblich einheitlicher. Schwarz zum
Beispiel kennzeichnet eine ganz klare Abgrenzung. Wer trägt denn
Schwarz? Der Pfarrer, der Schiedsrichter, der Schornsteinfeger –
und der Designer. Schwarz macht einen unberührbar – für mich
übrigens ein Grund, niemals bei einem Architekten ein Bauwerk in
Auftrag zu geben, der so angezogen ist. Der strahlt Arroganz aus
und nimmt sich selbst zu wichtig. Auch Türkis ist eine Distanz
schaffende, unemotionale Farbe. Nehmen Sie die unberührbaren
blonden Frauen in Hitchcock-Filmen, etwa Tippi Hedren. Die trugen
stets Türkis.
Das
ist mir zu einfach. Eine Freundin von mir trägt ebenfalls nur
Schwarz.
Gut:
Es macht auch schlank, das sollte man nicht vergessen. Sehen Sie
das Klavier dort drüben an der Wand? Das zieht sich optisch
zusammen zu einem massiven, schweren Ding. Wäre es hingegen
weiß, es würde viel leichter wirken und klare Grenzen
transzendieren.
Warum
kaufen Leute eigentlich immer noch schwarze Autos? Welcher Typ
Mensch ist derart unpraktisch veranlagt?
Auch
hier gilt: konservative Naturen mit einem Hang zu Abgrenzung. Ein
schwarzer Wagen riecht sofort nach offiziellem Anlass und
Staatsdienst. Diese Leute erhöhen sich, machen sich grundlos
wichtiger als sie sind. Demgegenüber kämen die Wenigsten auf die
Idee, sich silberne oder goldfarbene T-Shirts anzuziehen.
Warum?
Weil
das einfach zu abgehoben wäre. Es hieße, wir kleideten uns in
den Farben des Reichtums, wie Sonne und Mond. Das ist dann wieder
zu plakativ.
Nehmen
wir die Kleidung, die ich gerade trage: eine grüne Hose, dazu ein
braunes Hemd mit orangen und weißen Streifen. Was sagt Ihnen das
als Psychologe?
Zunächst
einmal haben wir hier eine natürliche Farbgebung, die an Pflanzen
erinnert. Es ist aber andererseits auch relativ unauffällig,
überdeckt Ihre Präsenz als Mensch. Man könnte beinahe von einer
Tarnfarbe sprechen. (überlegt) Darf ich offen sein?
Bitte.
Wäre
ich Sie, würde ich in diesem Aufzug nicht zu einem
Vorstellungsgespräch gehen, weil er Ihre Kompetenz verwischt. Mit
anderen Worten: Sie machen sich unnötig klein. Sie könnten Ihren
Typ sinnvoll unterstreichen durch eine aktivere Farbgebung. Rot
zum Beispiel. Andererseits kommt die farbliche Zurückhaltung
Ihrer momentanen Mission durchaus zugute. Als Interviewer sollten
Sie ja tendenziell etwas zurücktreten.
Dann
hätte ich vielleicht gleich Grau wählen sollen, oder?
Zu
Grau, dem Zwischenreich zwischen hell und dunkel, muss ich ein
bisschen weiter ausholen. Grau bietet einem zunächst schier
unbegrenzte Möglichkeiten der Kombination und der Mischung; da
ist schlichtweg alles möglich: von gelblich über bräunlich oder
rötlich bis hin zu bläulich.
Weil
es so neutral ist?
Genau.
Eigentlich ist es die Tarnkappe schlechthin: Eine graue Maus
fällt nicht weiter auf. Dazu gehören übrigens auch die
Metallicfarben. Wenn ein Fahrzeug in Silbermetallic anhält,
steigt meist niemand aus, im übertragenen Sinne. Das soll elegant
sein, aber als Person werden Sie überhaupt nicht wahrgenommen.
Grau ist absolut neutral. Ich spreche gerne von
karriereförderndem Grau-Flanell. (lacht)
Aha.
Ja.
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ein junger Mann kommt an
seinem ersten Arbeitstag in der Bank im roten Anzug herein. Was
sagen die Kollegen? Ein wilder Feger, ein Aufreißer oder
Partylöwe. Von vornherein haben Sie ein bestimmtes Image weg, das
Sie nie wieder loswerden. Kommen Sie dagegen in Grau, sind Sie
unberechenbar; eine Projektionsfläche, ein unbeschriebenes Blatt,
das rein nach seinen Leistungen bewertet wird. Haben Sie dann erst
einmal Karriere gemacht, können Sie immer noch als bunter Hund
durch die Gegend rennen.
Die
Männermode der Sommersaison 2007, das legen die jüngsten Schauen
in Mailand nahe, wird dominiert von Weiß und Beige.
Damit
zeigt man eine gewisse Klarheit, Ehrlichkeit und Offenheit. Ich
gehe zum Beispiel gerne in diesen Farben in den Unterricht und
demonstriere meinen Studenten darüber: Ich bin eine lichte Macht
– keine düstere! Ich bin bloß die Kuh, die ihr anzapfen
könnt. (lacht) Die Folge: Man tritt Ihnen friedlich gegenüber,
geht sanfter mit Ihnen um, weil man das Weiß nicht beschmutzen
will. Und das halte ich gesamtgesellschaftlich, gerade Angesichts
der momentan weltweit angespannten Lage, für äußerst angenehm
und wichtig.
Vor
dem Griff in den Kleiderschrank steht der Erwerb: Wir stehen im
Laden und haben ein ständigen Modetrends unterworfenes Angebot
vor uns. Kommt es da nicht einem Akt der Vergewaltigung gleich,
wenn solch ein Trend zu großes Gewicht bekommt?
Definitiv,
ja. Ich glaube auch nicht wirklich an diese ganze Trendforscherei.
Was ist denn Mode überhaupt? Ursprünglich hat sich das alles aus
zwei Dingen entwickelt: aus Trachten und Berufskleidung. Erst seit
vielleicht 150 Jahren beginnen die Menschen, ihre Individualität
bewusst zu betonen. Heute allerdings ist die Frage doch meist nur
noch: Mache ich eher hier oder dort mit? Die Wenigsten versuchen,
einen ihrer Persönlichkeit tatsächlich entsprechenden,
eigenständigen Weg zu
beschreiten.
Die rennen spontan in irgendeinen Laden, vielleicht um sich zu
belohnen, und kaufen halt irgendwas.
Vor
zwei Jahren etwa waren Pink und Rosa in aller Munde – und zwar
durchaus auch im Bereich der Männermode.
Das
stimmt. In Deutschland allerdings gibt es diesen Typ Mann, auf den
diese Vorliebe zuträfe, gleichsam gar nicht: den sensiblen
Banker. Zumindest nicht als Hetero. Den kennen wir eher aus dem
angelsächsischen Raum, wo ja sogar die ‚Financial Times’ auf
rosa Papier gedruckt ist. Trotzdem fand man in sämtlichen
deutschen Katalogen Hemden und dergleichen in Pink und Rosa. Der
deutsche Mann denkt da sofort: „Ich bin doch nicht schwul!"
Und
Frauen? Jedes Mädchen wird ja gleich nach der Geburt in Rosa
gesteckt.
Bei
Frauen steht Rosa für eine Verniedlichung und generell für
weibliche Zartheit. Historisch ist das so zu erklären, dass im
orientalischen Raum die Jungs ursprünglich blau gekleidet wurden
– denn Blau ist die Farbe des Himmels, der guten Geister. Der
Stammhalter wurde blau verpackt, um die Götter positiv zu
stimmen. Mädchen zählten nicht. Der Hang zum Rosa ist
demgegenüber höchstens 300 Jahre alt und eine Erfindung aus
Deutschland. Als man auf einmal entdeckte, dass Frauen auch
Menschen sind, benötigte man ein entsprechendes Gegenstück. Und
Rosa tut eben keinem weh, nicht? Der Witz dabei: Beobachten Sie
mal, was passiert, wenn auf einem Kinderfest der Zauberer seinen
Bauchladen öffnet, und jedes Kind darf sich daraus einen Ball
nehmen. Sämtliche Mädchen greifen nach den blauen, die Jungs
nach den roten Bällen.
Und
weshalb ist das so?
Weil
Rot die aggressivere Farbe ist. Im Grunde erziehen wir unsere
Kinder also gegen den Strich. Fest steht: Weibliche Wesen
reagieren auf Farben schneller, deutlicher und sensibler als
männliche. Das ist ein Fakt, den Sie sogar im Tierreich
wiederfinden. Quer durch nahezu alle Gattungen sind die Männchen
die bunteren Vertreter der Spezies, da die Weibchen sich danach
orientieren.
Beeinflusst
es einen demnach automatisch, wenn unser Gegenüber eine uns
unangenehme Farbkombination trägt?
Aber
ja. Wir alle haben unsere Programmdisketten im Kopf, von denen wir
nicht runterkommen, selbst wenn wir guten Willens sind. Sie
können eine solche spontan aufkeimende Sympathie oder Antipathie
unterdrücken, aber diese Dinge schwingen unweigerlich mit.
Wieviel
davon ist am Ende subjektiv oder kulturell bedingt, wie viel
lässt sich verallgemeinern?
Was
die Grunderlebnisse anbelangt, sind die Menschen identisch. Ein
Japaner reagiert genauso wie ein Deutscher oder ein Indianer am
Amazonas. Alle prähistorischen Felsbilder sind unabhängig
voneinander in Hämatit, also einem Rotbraun-Ton, gehalten. Man
könnte glatt meinen, die hätten damals schon das Internet
gehabt. Rot ist eine erregende Farbe; die Farbe des Lebens. Anders
lässt sich auch der schleichende, übergreifende Wandel von Rot
zu Blau nicht erklären, den wir derzeit weltweit beobachten.
Können
Sie das etwas spezifizieren?
Rot
war die typische Aufbau-Farbe; da ging es voran, alles musste
schneller gehen. Hatten Sie in den Fünfzigern als Autohändler
zehn Autos in der Ausstellung, dann mussten davon mindestens sechs
rot sein. Inzwischen aber – nach einer kurzen Braun-Phase der
Hippie-Jahre sowie dem grünen Aufkeimen der Ökobewegung –
steht uns gesamtgesellschaftlich der Sinn nach Entschleunigung.
Folglich favorisieren wir Blau. Alles wird uns zuviel – wir
wollen wieder Lebensqualität, beim Sex, beim Essen, in der
Wohnung. (überlegt) Finden Sie es nicht bezeichnend,
dass
nach dem 11. September in den USA unabhängig voneinander
sämtliche PR- und Werbeagenturen gesagt haben, dass wir Blau in
die Gesellschaft bringen müssen? Das ist keine
Verschwörungstheorie, sondern schlichtes Marketing.
Seien
wir ehrlich: In der Regel klingen farbpsychologische Aussagen eher
wie pseudowissenschaftliche Binsenweisheiten. Lassen sich derlei
Einschätzungen und Tendenzen überhaupt wissenschaftlich
beweisen?
Durchaus.
Früher geschah das rein empirisch durch Umfragen, während sich
heute vieles auch schon neurologisch untermauern lässt. Dass etwa
Rot nach kurzer Zeit stressähnliche Phänomene wie
Schweißausbrüche oder verstärkte Adrenalinausschüttung
hervorruft, ist belegt. Blau dagegen verlangsamt nachweislich den
Puls. Was denken Sie, warum uns Menschen das Meer beruhigt und wir
unseren Urlaub dort verbringen? Der Himmel und das Meer – diese
beiden Dinge haben uns immer schon entspannt. Aber vieles liegt
noch komplett im Dunkeln. Sollte Ihnen danach sein, den nächsten
Nobelpreis zu gewinnen, dann lösen Sie das Rätsel, wieso Blinde
per Tastsinn Farben erkennen können. Sogar im
Doppelblindverfahren, sprich: in einem komplett abgedunkelten
Raum! Das ist heute zwar nachweisbar, aber noch völlig
ungeklärt.
Trotzdem:
Auch Sie können sich irren. Im Rahmen unseres Vorgespräches
unterhielten wir uns kurz über die deutschen Fußballtrikots und
deren Ihrer Meinung nach negative Auswirkung auf das deutsche
Spiel. Dem ‚Merkur’ verrieten Sie: „Für Deutschland sieht
es, ich kann das nicht anders sehen, finster aus." Am Ende
standen wir verdient im Halbfinale. Wie kann das angehen?
(lacht)
Tja. Mir kommt die Kombination aus Weiß und Schwarz nach wie vor
arg altbacken vor. Und schauen Sie, was ansonsten die Endrunde
dominierte: die Portugiesen in diesem kräftigen Rot, die
Franzosen und Italiener in Blau. In roten Trikots wären wir
womöglich sogar Weltmeister geworden.
Zur
Person
Harald
Braem wurde am 23.07.1944 in Berlin geboren. Nach dem Studium
schlug er zunächst eine erfolgreiche Laufbahn als Grafiker,
Texter und später Creative Director einer renommierten deutschen
Werbeagentur ein, bevor ihn sein angeschlagener Gesundheitszustand
zum Umsatteln bewog. Die Folge: Braem ging abermals an die Uni,
wurde schließlich 1981 ordentlicher Professor für Kommunikation
und Design an der FH Wiesbaden mit Forschungsschwerpunkt
Farbpsychologie. Nebenher reüssierte er als Autor zahlreicher
Fachbücher, historischer Romane und Lyrik-Bände und verschrieb
sich zunehmend auch der Archäologie und Ethnologie. Der
Vielseitigkeit trägt Braem, mittlerweile emeritiert, noch heute
Rechnung: Im Erdgeschoss seines Privathauses in Bettendorf,
gleichzeitig Sitz des von ihm geleiteten Kult-Ur-Instituts für
interdisziplinäre Kulturforschung, befindet sich ein öffentlich
zugängliches ethno-archäologisches Museum. Harald Braem ist zum
zweiten Mal verheiratet und hat drei Kinder.
www.galore.de
Harald Braem:
Farbcoaching - Institut für Farbpsychologie | mail:
info@farbcoaching.de
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